Verstehen durch Sehen
Wie Bilder Entscheidungsprozesse unterstützen
Unsere Sprache ist voller Bilder und Vera Birkenbiehl hat schon vor Jahren gezeigt: Wir lernen besser, wenn wir unserem Gehirn Bilder anbieten.
Visualisierung ist schon lange etabliert in der Welt der Trainings und Workshops, aber neuerdings in immer aufwändigerer Form. Oft werden sogar Graphic Recorder engagiert, die Diskussionen und Entscheidungen zu wahren Kunstwerken zusammenfassen. Visualisierung liegt also im Trend – aber was bringen die schönen Bilder wirklich?
Wir sind zwar keine Künstler, aber haben uns intensiv mit unterschiedlichen Methoden der Visualisierung auseinandergesetzt und sie in Workshops ausprobiert.
Man unterscheidet grob zwei Arten von Visualisierung, die in Workshops und Seminaren zum Einsatz kommen: Graphic Recording und Visuelle Prozessbegleitung.
Beim Graphic Recording werden die zentralen Inhalte von Präsentationen und Diskussionen in Symbole, einfache Zeichnungen und (möglichst wenige) Worte übersetzt und großformatig zu Papier gebracht oder mit iPad und Beamer projiziert. Ein Graphic Recorder greift in der Regel nicht in den Prozess ein, sondern konzentriert sich auf die Dokumentation der Ergebnisse.
Bei der visuellen Prozessbegleitung (Visual Facilitation) verschmelzen Dokumentation und Moderation. Der Prozessbegleiter leitet den Workshop mit visuellen Hilfsmitteln, greift Vorschläge und Ideen der Teilnehmer auf und dokumentiert, was im Raum geschieht.
Nach unserer Erfahrung wirkt sich vor allem die interaktive, visuelle Prozessbegleitung sehr positiv auf Prozess und Ergebnis aus:
Visual Facilitation hat sich in unterschiedlichsten Workshop-Situationen bewährt. Wir setzen die Methode unter anderem in Marken– und Strategieprozessen, in der Positionierung und für Ideen-Workshops ein und staunen selbst immer wieder, um wieviel effektiver sich diese Prozesse durch die entwickelten Bilder der Beteiligten gestalten.