Skip to content
Insights / Markenkontaktpunkte

Investition in Markenkontaktpunkte

Was lohnt sich und was nicht?

Zwei farbige Handabdrücke in Rot und Violett nebeneinander auf weißem Hintergrund.

Ein großer Teil des Marketingbudgets vieler Unternehmen fließt in Kommunikation und Gestaltung verschiedener Markenkontaktpunkte – also dort hin, wo sich Kunde und Marke begegnen (könnten bzw. sollten).

Effizienzüberlegungen begegnen uns in diesem Bereich selten – viele Unternehmen scheinen sich damit abzufinden, dass die Wirkung dieser Investitionen schwer messbar und – wenn überhaupt – nur langfristig beobachtbar ist.

So werden Budgets fortgeschrieben oder mehr oder weniger willkürlich gekürzt, Aktivitäten beibehalten „weil wir das immer schon gemacht haben“ und andere gestoppt, weil sie (noch) keinen offensichtlichen Erfolg gebracht haben. Wir sind der Meinung, dass effizientes, auf Kundeninformation basiertes Management von Markenkontaktpunkten möglich ist und haben eine Methode entwickelt, die es Unternehmen erlaubt die wichtigsten Kontaktpunkte für ihre Marke zu identifizieren, Aktivitäten an diesen Kontaktpunkten für den Kunden optimal zu steuern und so mit geringeren Kosten bessere Wirkung zu erzielen.

Marketingbudgets und der Rotstift

In schlechten Zeiten muss gespart werden und bevorzugt dort, wo man es nicht sofort spürt. Aktivitäten und Budgets rund um das Thema Marke sind in vielen Unternehmen besonders vom Rotstift bedroht. Investitionen in die Marke zeigen ihre Wirkung in der Regel erst nach einiger Zeit – daher sind Kosteneinsparungen hier verlockend. Marken, die langfristig erfolgreich sind, zeichnet hingegen besonders eines aus: Kontinuität. Starke Marken versprechen immer und immer wieder dasselbe und halten es auch. Ein Bruch in dieser Kontinuität mag heute Kosten sparen, in Zukunft aber erneute Investitionen in die Marke erfordern, welche die Höhe der heutigen Einsparungen deutlich übersteigen. Marken, die sich selber nicht treu bleiben und sichtbar an der Qualität ihres Auftritts nach Außen sparen, laufen Gefahr ihre Kunden zu verwirren und über kurz oder lang sogar zu verlieren. Lässt man sich als Marke auf Kompromisse ein – sei es in der Qualität der Produkte, des Werbeauftritts, des Service oder in der Gestaltung anderer Kontaktpunkte – spielt man mit dem entgegengebrachten Vertrauen der Kunden. Sie werden sich vielleicht nicht sofort abwenden, aber die feinen Unterschiede wahrnehmen – vor allem, wenn die Aktivitäten nicht mehr stimmig zu dem sind, was sie bisher über die Marke gelernt haben. Wie glaubwürdig kann zum Beispiel eine Qualitätsmarke ihre hohe Qualität behaupten, wenn sie sich gleichzeitig Rabattschlachten mit Billiganbietern liefert und die Ausstattung und Atmosphäre in den Vertriebsflächen merklich vernachlässigt wird?

Marke als Anker

Kontinuität macht Marken glaubwürdig. Aber woran glauben Kunden eigentlich? Kunden kaufen mit einer Marke Sicherheit: Sicherheit, das zu bekommen, was sie von der Marke gewohnt sind. Sie haben Vertrauen in die Qualität, sind aufgrund positiver Erfahrungen loyal und können in ihrem sozialen Umfeld behaupten, keine unkluge Entscheidung getroffen zu haben. In unsicheren Zeiten werden diese Aspekte noch wichtiger. Kunden achten noch mehr darauf, intelligente Kaufentscheidungen zu treffen, die möglichst wenig Risiko mit sich bringen. Marken, die ihrer Strategie und ihrem Qualitätsversprechen treu bleiben, haben einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern, die ihre Markenstrategie willkürlich ändern. Beim Thema Marke geht es aber nicht nur um Kunden, sondern auch um den Eindruck weiterer Stakeholder. Welchen Eindruck hinterlässt es beispielsweise bei Mitarbeitern, wenn nach Jahren der Service-Orientierung, die Servicequalität plötzlich nicht mehr so wichtig ist und gerade in diesem Unternehmensbereich besonders viele Stellen abgebaut werden? Diese Mitarbeiter werden die Marke nicht mehr aus voller Überzeugung repräsentieren können, ihren Kollegen negativ davon berichten und damit die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber langfristig schmälern. Für Marken, die sich selbst treu bleiben, gibt es mehr Chancen als Gefahren. Kontinuität muss man sich allerdings auch leisten können – und wir wollen nicht behaupten in der Markenführung gäbe es nichts einzusparen. Vor allem geht es darum, Sparmaßnahmen nicht überstürzt, unüberlegt oder pauschal zu treffen, sondern zu überdenken, wie effizient einzelne Aktivitäten im Marktauftritt sind und welchen Beitrag sie zum Wert der Marke leisten.

Kontaktpunktanalyse zur Effizienzsteigerung

Unsere Kontaktpunktanalyse ist ein maßgeschneiderter Methoden-Mix zur Identifikation und Evaluierung von Markenkontaktpunkten. Das Ergebnis der Kontaktpunktanalyse gibt klare Hinweise, bei welchen Aktivitäten Unternehmen sparen können, ohne dabei eine Gefährdung der Marke zu riskieren.

Als „Kontaktpunkte“ betrachten wir alle möglichen Gelegenheiten oder Situationen, in denen Kunden und andere Marktpartner mit der Marke in Berührung kommen und die Marke erleben. Dabei handelt es sich nicht immer um konkrete Orte, wie zum Beispiel Verkaufsräumlichkeiten oder Events. Genauso kann es der Nachbar sein, der mit seinem neuen BMW demonstrativ die Einfahrt blockiert oder ein Product-Placement im letzten Kinofilm. Wie diese Beispiele zeigen, sind Kontaktpunkte nur teilweise vom Unternehmen direkt steuerbar. Markenkontakte entstehen im subjektiven Erleben der Kunden und Marktpartner.

Welche Kontaktpunkte haben Kunden und Marktpartner mit der Marke?

Die Liste möglicher Kontaktpunkte ist unter Umständen sehr lang. Je nach Branche, Marke oder Kundensegment haben die Kontaktpunkte aber unterschiedliche Bedeutung und damit unterschiedlichen Einfluss auf die Markenwahrnehmung. Zeitungsanzeigen können für einen Immobilienmakler zentrale Kontaktpunkte sein, während für ein Industriegüterunternehmen beispielsweise der Messeauftritt wichtig ist und Anzeigen eventuell nur „Nebengeräusche“ darstellen.

Wie wichtig sind einzelne Kontaktpunkte für unterschiedliche Stakeholder und welchen Einfluss haben Erlebnisse an diesen Kontaktpunkten auf die Markenwahrnehmung?

Bereits aus diesem Schritt der Kontaktpunktanalyse lassen sich unmittelbare Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ableiten. Haben Sie bisher zu viel Geld für Ihre Marke in weniger wichtige Kontaktpunkte investiert und wichtigere vernachlässigt? Diese Frage kann nach den ersten Schritten der Kontaktpunktanalyse bereits beantwortet werden. Die identifizierten, wichtigen Kontaktpunkte verdienen aber eine noch detaillierte Betrachtung in Bezug auf die Qualität der Umsetzung markenrelevanter Inhalte bzw. die Qualität des Eindrucks, der an Kontaktpunkten entsteht, die sich der Steuerbarkeit entziehen. Für eine Marke, die vor allem durch die persönliche Interaktion mit Mitarbeitern am POS erlebbar wird, ist es sicher sinnvoll die Qualität dieser Erlebnisse in regelmäßigen Abständen zu evaluieren – beispielsweise durch Mystery-Shopping oder Nachkaufbefragungen von Kunden. Damit können unstimmige oder unerwünschte Markenerlebnisse identifiziert werden und eine gezielte Gegensteuerung wird möglich.

Wie gut gelingt es Markenwunschinhalte an den relevanten Kontaktpunkten erlebbar zu machen?

Unternehmen, die sich mit diesen 3 Fragestellungen auseinandersetzen sind in der Lage ihre Ressourcen auf die wichtigsten Kontaktpunkte in effektiver Weise zu konzentrieren. Die Wichtigkeit eines Markenkontaktpunktes wird nicht länger an der Höhe des Budgets festgemacht, sondern an der Auswirkung von Aktivitäten auf die Wahrnehmung von Kunden und Stakeholdern. Mit einer übergeordneten Betrachtung aller relevanten Kontaktpunkte können Unterschiede festgestellt, Schwerpunkte gesetzt und Investitionen strategisch geplant werden.

FAZIT

Marken geben gerade in unsicheren Zeiten Sicherheit. Unternehmen dürfen sich aber nicht zu kurzfristigen Maßnahmen hinreißen lassen, die im Augenblick vielleicht günstig erscheinen, langfristig aber die Kontinuität der Marke gefährden und Markenwert vernichten. Einsparungspotenziale sollten in der gezielten Steuerung von Markenkontaktpunkten gesucht werden. Unsere Kontaktpunktanalyse hilft relevante Kontaktpunkte zu identifizieren und liefert konkrete Informationen für deren effiziente Steuerung.

Beiträge, die Sie interessieren könnten

Alle Beiträge
Dreidimensionaler Schriftzug Employer Branding als Würfel gestaltet mit kleinen roten Silhouetten.
05.09.2026

Die Arbeitgebermarke zeigt ihr Gesicht im Alltag

Nahaufnahme eines Autoreifens auf einer sonnenbeschienenen Asphaltstraße bei Sonnenuntergang.
04.09.2026

SWARCO: Von der Unternehmensmarke zur gelebten Arbeitgebermarke

Modernes Explorer Hotel mit Holzfassade und grünen Akzenten vor einer bewaldeten Bergkulisse.
10.08.2026

Marke als Führungsinstrument – Das Erfolgsmodell der Explorer Hotels

Farbenfroher Pixel-Art-Schriftzug BRAND OVER? vor einer klassischen Retro-Videospiel-Landschaft.
12.06.2026

Brand Over?

Ein Geschäftsmann zeigt auf ein Tablet mit Daten und Diagrammen am Tisch.
06.05.2026

IMARK Insight Viewer

Eine Hand hält ein Smartphone mit Diagrammen vor einem Laptop mit detaillierten Datenanalysen.
08.04.2026

Welche Antworten Daten liefern können

Kleine Menschen arbeiten gemeinsam an großen 3D-Buchstaben, die das Wort BRAND bilden.
24.03.2026

Hat Ihr Unternehmen eine Marke oder ist es eine Marke?

Rote Turnschuhe stehen auf Asphalt vor aufgemalten Pfeilen in verschiedene Richtungen und einem Fragezeichen.
23.01.2026

Zukunft unter Unsicherheit

Ein Yin-Yang-Symbol auf einer verrosteten und verwitterten hellen Metalloberfläche.
17.11.2025

Sollen oder können wir Strategie und Aktion voneinander trennen?

Ein junger Wanderer blickt durch ein Fernglas in eine bergige Naturlandschaft.
05.09.2025

OKRs: Strategie wirkungsvoll im Tagesgeschäft umsetzen

Venn-Diagramm zeigt die Schnittmenge von Menschen, Inhalten und Daten für Strategizing.
01.07.2025

Warum wir lieber von Strategizing sprechen und wie dadurch Inhalte, Menschen und Daten verknüpft werden

Ein weißer König liegt umgefallen neben einer schwarzen Dame auf dem Schachbrett.
09.06.2025

Konfiguration von Leistungen: Die Suche nach dem heiligen Grahl

Schwarze Buchstabentafel mit weißem Hashtag STAYTRUE vor einem pinken Hintergrund.
21.04.2025

Werteorientierung in Unternehmen

Glänzender Goldbarren mit der Prägung FINE GOLD umgeben von zahlreichen Goldmünzen.
28.02.2025

Markenstärke – Messung des Messens willens?

Eine blühende violette Kapmargerite mit blauer Mitte vor schwarzem Hintergrund.
12.02.2025

Employer Branding bedeutet vor allem eines: Wertschätzung

Eine Person sitzt am Schreibtisch und arbeitet mit einem Dashboard auf dem Laptop.
31.01.2025

Einsatz knapper Ressourcen optimal durchdacht

Vier Ansichten von Kühen mit geometrischen Markierungen auf Kopf, Körper, Ohr und Horn.
26.09.2024

Vom Rind zur Marke und wieder retour

Eine grüne Birne und ein rotgelber Apfel liegen vor weißem Hintergrund.
17.07.2024

Von Äpfeln und Birnen …

Handgezeichnete Sketchnote zu Methoden der Markenidentität mit Texten und kleinen bunten Illustrationen.
10.05.2024

Verstehen durch Sehen

Mehrere Hände liegen aufeinander als Symbol für Teamarbeit und Zusammenhalt.
26.04.2024

Qualität in der quantitativen Marktforschung

Eine Hand kontrolliert die Qualität eines farbigen CMYK-Druckbogens mit einem Fadenzähler.
24.04.2024

Qualität in der qualitativen Marktforschung

Zwei Männer in Anzügen stehen vor einem Bildschirm mit dem Wedl Food Report 2024.
29.02.2024

So isst Österreich – Wedl Food Report 2024

Ein Mosaik aus zahlreichen kleinen Bildschirmen zeigt die Gesichter diverser Menschen.
22.12.2023

Repräsentativität = Qualität?

Instrumententafel eines Flugzeugcockpits mit vier zentralen Schubhebeln und analogen Instrumenten.
07.12.2023

Marketing Dashboards: Dos and Don’ts

Modernes Explorer Hotel aus Holz vor verschneiter Bergkulisse unter blauem Himmel.
04.12.2023

Employer Branding: Case Study Explorer Hotels

Zufriedenheitsskala mit drei Smileys und einem Zeiger, der auf das glückliche Gesicht zeigt.
18.10.2023

NPS® Radar: Was der Net Promoter Score wirklich über Ihre Kunden verrät

Eine leuchtende Glühbirne schwingt wie ein Pendel über dem Schriftzug Conjoint Analyse.
28.09.2023

Conjoint-Analyse: Was Kunden wirklich wichtig ist – und was sie dafür zu zahlen bereit sind

Freiluftbett auf einer Holzterrasse mit Panoramablick auf einen See und sonnige Berge.
14.09.2023

Hotellerie: Über 12 Jahre faktenbasierte Strategieentwicklung

Wissenschaftlicher Artikel aus dem Journal of Business Research zum Thema Markenstärke.
25.07.2023

One pie, many recipes: alternative paths to high brand strength

Vier goldene Sterne auf einer dunklen Hotel-Klassifizierungsplakette aus Metall.
17.05.2023

Marken-Monitoring Hotellerie: Was starke Hotelmarken von anderen unterscheidet

Bunt dekoriertes Kunstobjekt mit Zimtstange, Kussmund, goldenen Kugeln und Edelsteinen auf weißem Hintergrund.
20.03.2023

Multi-Sensory Sculpting®

Eine Hand zeichnet eine Glühbirne aus bunten Marketing-Begriffen auf weißem Papier.
08.03.2023

Market Intelligence in österreichischen Unternehmen

Verschiedene Eissorten am Stiel und in Waffeln liegen nebeneinander auf blauen Holzbrettern.
09.01.2023

Wofür steht Ihre Marke wirklich? Einblicke in die Welt der Markenassoziationen

Eine Hand hält eine blaue Debitkarte für eine kontaktlose Bezahlung.
24.11.2022

Preisprämie: Wie viel mehr ist Ihre Marke Ihren Kunden wert?

Zwei Männerhände greifen beim Armdrücken vor einer Holzwand fest ineinander.
12.10.2022

Starke Marke

Detaillierte Nahaufnahme metallischer Bauteile, Zahnräder und Ventilblöcke eines zerlegten Fahrzeuggetriebes.
24.08.2022

Markenführung in Industriegütermärkten

Viele Menschen bilden aus der Vogelperspektive die Form von Inseln auf weißem Hintergrund.
06.07.2022

Segmentierung in der Praxis: Was 50 Entscheidungsträger wirklich sagen

Ein roter Dartpfeil steckt direkt im Bullseye einer Dartscheibe.
16.02.2022

Positionierungsentscheidung

) 10. angeordnet (10) 11. sind. (11) Total: 11 words. (Fits 5-15 requirement). Does
11.01.2022

Segmentierung: Bewertung der Segmentattraktivität

Gemischte bunte Schokoladenlinsen werden mit Pfeilen nach ihren Farben Rot, Grün und Gelb sortiert.
24.11.2021

Einführung in die Segmentierung

Wissenschaftlicher Artikel über die Stabilität von Markenassoziationen von Oliver Koll und Maria Kreuzer.
28.10.2021

Stabilität von Markenassoziationen